Infos zur Wasserkraft

Auf dieser Seite führen wir weitergehende Informationsquellen auf:

Die Monatszeitschrift “wassertriebwerk” informiert umfassend über aktuelle Belange der Wasserkraft, der Wasserwirtschaft, des Wasserrechts und der Elektrizitätswirtschaft. Sie stellt für den Betreiber von Wasserkraftwerken und alle an der erneuerbaren Energie Interessierten eine wertvolle praktische Hilfe dar.
Aus der Vielfalt des angebotenen Stoffes kann man so manchen Nutzen ziehen.
Es ist Ziel des “wassertriebwerk”, Freunde und Förderer der Wasserkraft zu gewinnen. Mit den Beiträgen sollen die Interessen der Triebwerksbesitzer gewahrt werden.
Als Verbandsorgan des Bundesverbandes Deutscher Wasserkraftwerke e.V. (BDW) und der Landesorganisationen berichtet das “wassertriebwerk” über die wichtige Verbandsarbeit, über Versammlungen und die Arbeitsprogramme.
Jeder an der Wasserkraft Interessierte sollte daher “wassertriebwerk” abonnieren!
Lesen auch Sie das wassertriebwerk regelmäßig zu Ihrem Nutzen!

 “wassertriebwerk” lesen heißt orientiert sein!


Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. - Ortsgruppe Bad Salzuflen

Wasserkraft für unsere Umwelt

Es gibt sehr viele brachliegende, aber auch heute noch geeignete Standorte für Wasserkraftwerke, die früher im Mittelpunkt des wirtschaftlichen und des gesellschaftlichen Lebens standen. Viele Betreiber haben aufgegeben, weil bei aufkommenden Reparaturen, die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben war. Bei der damaligen Preispolitik der Stromversorgungsunternehmen (5 Pfennige für die Kilowattstunde), war das nicht verwunderlich. So ist es auch mit der Wasserkraftanlage "Heerser Lieth" der Stadt Schötmar gewesen.
Aus folgenden Gründen sollte dennoch das hier brachliegende Energie-Potential wahrgenommen und genutzt werden:

  1. Die Wasserkraft ist eine umweltfreundliche Energiequelle. Ihre Nutzung belastet keine Gewässer, sondern reichert sie mit Sauerstoff an und fördert so das biologische Leben und die Selbstreinigungskraft der Werre.
  2. Wasser ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Sie ist im Unterschied zu den fossilen Brennstoffen Kohle, Öl, Gas und Uran immer vorhanden.
  3. Wasserkraftwerke sind wegen ihrer einfachen Konstruktion, des geringen Wartungsaufwandes und der langen Lebensdauer besonders gut geeignet für den Einsatz im kleinen Maßstab.
  4. Wasserkraftwerke erzeugen dezentral Strom, das bringt geringere Verteilungskosten und schafft größere Versorgungssicherheit.


Viele Gründe das brachliegende Wasserkraft-Potential der ehemaligen "Heerser Mühle" wieder zu aktivieren.

 

Wasserkraft auch für Bad Salzuflen?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat im Mai 1993 den Wiederaufbau einer Wasserkraftanlage "Heerser Mühle" diskutiert. Dabei wurde festgestellt: Alle noch vor 5 Jahren an der Bega stillstehenden Stromturbinen sind inzwischen wieder in Betrieb und speisen Strom ins Netz ein. Warum nicht die Heerser Mühle?
Die
Bad Salzufler Stadtwerke lehnen nach überschlägigen Berechnungen den Wiederaufbau einer Turbine und eines Generators aus wirtschaftlichen Gründen ab. Hohe Kosten für den Baukörper (1,3 Mio DM) führen dazu.
Mit Engagement und Ideen könnte es anders aussehen!? Davon sind wir überzeugt.

Wer uns unterstützen möchte und etwas für den Erhalt der Wasserkraft unternehmen möchte, kann zumindest seine Meinung kundtun bei:

1.  Kreis Lippe,
     Umweltamt, Herr Diekmann und Herr Beckmeier, Detmold

2.  Bürgermeister Kleemann, Rathaus, 32102 Bad Salzuflen

 

Stand: November 1999 (aktualisiert Sept. 2001)


BUND e.V. Ortsgruppe Bad Salzuflen

Anerkannter Naturschutzverband nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz

Umwelt-Infobüro des BUND
Heerser Mühle 1, 32107 Bad Salzuflen
Telefon (05222) 79 59 59

 

Pressemitteilung vom 30.09.1998

Wasserkraftanlage Heerser Mühle
doch realisierbar!!?

150 Bad Salzufler hatten je einen 5.000,-DM-Anteilschein ”Wasserkraftanlage Heerser Mühle” vorläufig gezeichnet, dann kam das ”AUS” von den Finanzexperten im Rathaus mit Hilfe eines fragwürdigen ”Ökologischen Gutachtens”, das sich unqualifiziert mit der Wirtschaftlichkeit der Anlage beschäftigte und so den Ratsmitgliedern Sand in die Augen streute.

Mit dem Regierungswechsel in Bonn und einem tatkräftigen NRW-Bauminister Dr. Michael Vesper (Grüne), der die Stauanlage im August auf Einladung des Grünen Ortsverbandes besichtigt hatte und jetzt dem Stadtdirektor ein Fax schickte, kommt große Hoffnung in der BUND-Ortsgruppe auf, daß die umweltfreundliche Wasserkraftnutzung in Bad Salzuflen doch noch realisierbar wird!

Mit 4 m Stauhöhe und im Mittel 4.000 Liter/s handelt es sich um das mit Abstand größte Wasserkraft-Potential in Lippe. Die NRW-Landesregierung hat aus Gründen des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung den verstärkten Einsatz regenerativer Energiequellen zu einem Schwerpunkt ihrer Politik erklärt. Dies gewinnt an Bedeutung durch die von der neuen Bundesregierung angestrebte Stillegung der Atomkraftwerke.

Bad Salzuflen und seine Ratsmitglieder wären deshalb schlecht beraten, wenn sie gerade jetzt die Beseitigung der Stauanlagen beschließen würden. Das Ambiente des Umweltzentrums und des Ortsteils Schötmar mit seiner langen energiepolitischen Geschichte würde zudem großen, irreparablen Schaden erleiden. Auch die Stadtwerke, als früherer Betreiber der Anlage (bis 1971!), sollte angesichts der europaweiten Öffnung des Energiemarktes daran interessiert sein.

Der BUND wird seine alte unnachgiebige Aktivität zur Inbetriebnahme der Anlage jedenfalls wieder aufnehmen und umgehend seine Mitglieder und Interessenten informieren. Wer mitarbeiten möchte kann sich bei der nächsten Mitgliederversammlung am Donnerstag (01.10.) um 20 Uhr im Umweltzentrum einfinden.

Harald Kohls


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23 Februar, 2004